Weihnachtsgruß

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

von ganzem Herzen wünsche ich Ihnen ein gesegnetes Weihnachtsfest und natürlich alles Gute, Gesundheit und Erfolg für das kommende Jahr 2019. Ich hoffe sehr, dass Sie auch ein wenig Muße und Entspannung finden in unserer oft sehr hektischen Zeit. Ich komme spätestens dann zur Ruhe, wenn in der Familie oder im Gottesdienst das Lied „Stille Nacht! Heilige Nacht!“ angestimmt wird. Es ist schon ein besonderes Lied – nicht nur, weil es schon 200 Jahre alt ist. Hier ist die Geschichte des Welt-Friedensliedes.

Man schrieb das Jahr 1818 als der Hilfspfarrer Joseph Mohr den Dorfschullehrer Franz Xaver Gruber bat, für sein bereits 1816 geschriebenes Gedicht doch bitte eine Melodie zu komponieren. Und zwar für Gitarre, denn die Orgel der Schifferkirche St. Nikola in Oberndorf bei Salzburg funktionierte nicht. Gruber tat seinem Freund den Gefallen. Und so kam es am Heiligen Abend 1818 in Österreich zur Premiere des Liedes. Joseph Mohr trat dabei in vierfacher Funktion auf; als Dichter, Initiator, Gitarrist und Sänger.

Mit seinem Text wollte Mohr, dem das Seelsorgerische sehr am Herzen lag, die Bedeutung von Verbundenheit und Gemeinschaft hervorheben. Es ist ihm gelungen. In kürzester Zeit ging die Melodie über das Tiroler Zillertal hinaus rund um den Erdball. Heute steht „Stille Nacht! Heilige Nacht“ für die Hoffnung auf Frieden in der Welt.

Anno 1904, fast fünf Monate nach Ausbruch des 1. Weltkrieges, sangen es am Heiligen Abend vor allem britische, französische und deutsche Soldaten in den Schützengräben einer fast 30 Kilometer langen Front in Flandern. „Stille Nacht! Heilige Nacht!“ oder „Silent Night! Holy Night!“ oder „Douce nuit, Sainte nuit“ war Ausdruck für das christliche Bewusstsein am Fest der Nächstenliebe auf beiden Seiten.

Anno 1941 machte das Lied Schlagzeilen, als „Silent Night!“ im Garten des Weißen Hauses gesungen wurde – von Franklin D. Roosevelt und Winston Churchill zusammen mit den Gästen im Regierungssitz des Präsidenten.
Und 2011 wurde das berühmteste Weihnachtslied als immaterielles UNESCO Weltkulturerbe in Österreich anerkannt.

Ein Lied mit hoffnungsvoller Botschaft.

Ich wünsche Ihnen, dass der Zauber dieses Weihnachtsliedes auch Sie ergreift und Ihnen einen Moment der Besinnlichkeit bringt. Ich hoffe, dass der 200 Jahre alte Wunsch von Joseph Mohr erfüllt wird. Denn Mohr wollte, dass die Botschaft seines Liedes Ländergrenzen und Sprachbarrieren überwindet, Religionen verbindet und unsere Herzen für unsere Mitmenschen und für Notleidende öffnet. Eine solch‘ hoffnungsvolle Botschaft darf nicht ungehört bleiben.

Ein friedvolles Fest für Sie und Ihre Lieben wünscht
Ihr Andreas Statzkowski

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